Rigi Anker Cup 2025: «Winde aus allen Richtungen»
Für die Zuger Boote beginnt der Rigi-Anker traditionell früh – dieses Jahr für die meisten um 10:30 Uhr. Nur die Heron legte schon früher los und sauste mit über 6 Knoten und einer kleinen Benzinfahne voraus. Wir anderen sind mit unseren Elektro-Motörli unterwegs, die es nur knapp schaffen. Umso dankbarer sind wir jeweils für einen Schlepp. Unser langjähriger Schlepp-Skipper musste unfallbedingt forfait geben. Spontan sprang Pascal Rey ein – und meisterte die Herausforderung, gleich fünf Boote im Schlepptau sicher nach Arth zu bringen.
Dort angekommen blieb noch Zeit für eine kleine Stärkung. Wie immer wurden wir herzlich empfangen, die Stimmung war fröhlich und gelöst.
Der Start war auch dieses Jahr etwas speziell: andere Flaggen als gewohnt, aber alles funktionierte reibungslos. Die Linie von der Hafenmole aus zu legen, ist ohnehin anspruchsvoll – und da die Mole klar bevorzugt war, mussten wir eng und mit raumen Kurs starten. Das führte zu heiklen Situationen im Vorstart, doch dank Rücksichtnahme aller blieb es ohne Zwischenfälle.
Von den 19 Booten kamen gleich 10 vom YCZ. Das Feld zog sich rasch auseinander: auf dem ersten Schenkel nach Walchwil war derjenige vorne, der Winddreher am besten erwischte und aussegelte.
Der zweite Schenkel, Walchwil–Immensee, brachte einen schönen Gennaker-/Spinnakerkurs. Kurz vor der Tonne wurde es jedoch knifflig: Flaute und drehende Winde verlangten viel Fingerspitzengefühl.
Zurück von der Rigi zur Startlinie frischte der Wind manchmal auf und es wurde zwischenzeitlich recht böig. Da braucht es schon ein besonderes Gespür wie das von Bruno, um von diesen Bedingungen zu profitieren.
Punkt 16 Uhr war die Regatta beendet – vier volle Runden plus den letzten Schenkel nach Walchwil standen auf dem Zähler.
Auf dem Heimweg warteten wir wieder auf den Schlepp – während Raphi auf der Vuvuzela unter Segeln sogar noch schneller im Hafen war als wir im Schlepptau von Choli.
Die Rangverkündigung fand wie gewohnt im Horseshoe Arth statt. Dank Menü-Vorbestellung ging alles flott über die Bühne. Evelyn Schilter (Präsidentin) hielt eine sympathische Ansprache, gefolgt von der enthusiastischen Rangverkündigung durch Regattachef Joao Monteiro.
Das Team um Bruno Oldani mit Tabaluga hatte die Nase vorn, J-Belle landete auf Rang 3. Nachträgliche Korrekturen verschoben Vuvuzela und Heron allerdings noch auf die Plätze 2 und 3.
Die Regatta war kurzweilig, spannend und hat grossen Spass gemacht – ein herzliches Dankeschön an den OSCA für die tolle Durchführung!
Fotos: Peider Fried