Yacht Club Zug

Bericht J/70 Swiss Sailing Women's Cup 2019, Zürich

Nachdem das Segeln am Reschensee mit Ina, Paula und mir so gut geklappt hatte, lag der Gedanke nahe, am Swiss Sailing Women’s Cup teilzunehmen. Denn wir hatten ja schon drei Viertel einer Damencrew zusammen. Unverzüglich machten wir uns daher auf die Suche nach einem vierten Teammitglied. Unter anderem baten wir unseren Präsidenten Wolfgang Hass um Unterstützung, der daraufhin praktisch alle weiblichen Clubmitglieder anfragte. Die Resonanz war allerdings sehr verhalten. Eine Woche vor der Regatta erhielten wir jedoch die Zusage von Brigitte Ilsanker, was uns erleichtert aufatmen liess. 

Trotz der kurzen Vorlaufzeit fanden wir noch Gelegenheit für zwei kurze Trainings, um uns in der Crew abzustimmen. Dies hatte sich auch gelohnt, denn am Freitag stand zwar, wie immer “Practice” in der Ausschreibung. Es wehte allerdings bloss ein schwacher und löchriger, sehr drehender Wind. Dieser reichte gerade um ein paar Manöver zu üben.

Am Samstagmorgen wehte nur ein schwaches Lüftchen über den Zürichsee. Trotzdem wurden zwei Leichtwindläufe gesegelt. Im zweiten Rennen waren wir eingeteilt. Schon nach dem Start begann der Wind immer weiter ab zu nehmen. Auf unserem letzten Vorwindkurs blieben wir praktisch stehen, schafften es als viertes Boot, allerdings nicht mehr im Zeitlimit, ins Ziel und sammelten somit die volle Punktzahl. Natürlich hätten wir uns einen erfreulicheren Start in die Regatta gewünscht, blieben aber zuversichtlich: Es konnte nur noch besser werden.  

Nach einer längeren Pause ging es am Nachmittag bei konstanten drei Windstärken Südwind wieder aufs Wasser und wir konnten mit Speed zwei weitere Läufe segeln, die wir mit den Rängen 4 und 2 abschlossen.  

Unserem Resümee des ersten Tages ergab, dass wir vor allem beim Start noch Potenzial haben. Die im Vergleich zu anderen Liga-Events sehr kurze Startlinie machte ein anderes Startkonzept nötig.  

Am Sonntag starteten die Wettfahrten am späteren Vormittag. Es wehte eine konstante, kräftige Brise aus Süden, was uns einen guten Segeltag versprach. Mit einer neuen Startstrategie segelten wir drei Läufe, die wir mit den Plätzen 2, 2 und 3 beendeten. Es gelang uns oft Dreher auf der Kreuz gut zu erwischen und adäquat darauf zu reagieren.  

Beim vierten Rennen wurde schon auf der ersten Kreuz der Wind immer schwächer und der Lauf wurde noch auf dem ersten Vorwind-Kurs abgebrochen. Für uns besonders bitter, denn wir waren gerade kurz davor, als erste die Leeboje zu runden. 

Auch wenn die Sieger-Teams nach Punkten klar dominierten ging es auf der Regattabahn sehr eng zu. Zwischen Sieg und Niederlage lagen oft nur wenige Bootslängen. Wir beendeten die Regatta mit dem 9. Rang, punktgleich mit den Rängen 8 und 7. Die beiden Segeltage waren spannend und extrem abwechslungsreich.  

Herzlich danken möchten wir unserem Präsidenten Wolfgang Hass, der unsere spontane Teilnahme am Women’s Cup sehr unterstütz hat.  

Bericht: Anna Wollkopf        Fotos: Felix Kling 

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