Yacht Club Zug

Renovation Clubmotorboote „Schimmel“ und „Choli“

Im Laufe der Jahre haben die Einsätze und der „Zahn der Zeit“ an unseren Clubbooten genagt. Unsere Clubboote sind nicht nur „Arbeitstiere“, sondern auch Repräsentanten des Yacht Club Zug, auf dem See.

Sowohl der „Choli“, als auch der „Schimmel“ waren in einem renovationswürdigem Zustand, sodass ich mir als Motorbootverantwortlicher Gedanken über eine Lösung machte.

Gesagt, getan. Ich trug meine Idee der Gruppe „FIT und SEGELN“ vor und aus dieser Idee, wurde das Projekt „Renovation  der Clubmotorboote „Schimmel“ und „Choli“.

Über das Projekt „Renovation Schimmel“ hat Bruno Oldani  ja bereits in seinem Artikel berichtet. An dieser Stelle möchte ich Bruno und seinem Team von Fit und Segeln, meinen ganz besonderen Dank für die saubere Arbeit und hervorragend gelungene Renovation, aussprechen.

Wie er mir hinter vorgehaltener Hand gesagt hat, steht er und sein Team für die Renovierung des hinteren Teils und der Aussenhaut, die in der nächsten Wintersaison ansteht, wieder zur Verfügung. Dafür jetzt schon, Danke !!!

Die Renovation des „Choli“ habe ich selbst übernommen.

Der „Choli“ ZG 246, ist ein Ocqueteau Espace 610 aus GFK in weiss, mit Aussenbord-Motor. Die erste Inverkehrsetzung war 1994.

Die Bootswerft Hauser, verantwortlich für den jährlichen Service des Motors, machte uns schon seit mehreren Jahren auf den schlechten Allgemeinzustand des Aussenbordmotors aufmerksam. Ein weiteres Jahr mit dem alten Motor, wäre bezüglich der Einsatzfähigkeit, ein Risiko gewesen. Aus diesem Grund haben wir uns für einen neuen Motor für den „Choli“ entschieden, ein YAMAHA Marine Motor F 50 HETL.

Wärend der neue Motor installiert wurde, durfte ich in der Wärme der Werfthalle die Kunststoffverkleidung des „Choli“ demontieren, was nicht ganz einfach war. Rings herum standen geputzte und  polierte Yachten, die für die Saison bereit waren. Die durften natürlich nicht wieder eingestaubt werden. Dank der mir zur Verfügung gestellten Infrastruktur ist das gelungen.

Zuerst mussten mal alle Beschläge demontiert werden.

Danach ging es dann an die Innenverkleidung. Mit Schutzanzug und Mundschutz wurde die Innenverkleidung heraus gelöst. Danach wurde der bereits spröde Schaumgummi mit einer Schleifmaschiene von der Kunststoffhaut der Kabine geschliffen.

Alle weiteren Arbeiten wurden dann im freien, auf dem Trockenplatz, durchgeführt. Leo hat mir freundlicherweise seinen Trockenplatz überlassen. Somit war ich auch nicht unter Zeitdruck und konnte die warmen Tage nutzen, um das Innere der Kabine mit 2K-Lack zu verschönern.

Der erste Anstrich war ein 2K-Primer in weiss, der den Untergrund für den definitiven Anstrich vorbereitete.Der erste Anstrich mit 2K-Lack musste 24 Stunden trocknen und härten, bevor der zweite Anstrich erfolgen konnte

Nach den Malerarbeiten mussten alle Kabel, die vorher hinter der Verkleidung versteckt waren wieder versorgt werden. Fa. Elektro-Zuber stellte uns entsprechende Kabelkanäle zur Verfügung.

Zu guter letzt wurde noch ein Drehknopf am Steuerrad montiert, der das manöverieren erleichtert.

Nachdem der „Schimmel“ am Donnerstag 25.04.2019 wieder gewassert wurde, musste sich der „Choli“ noch bis zum 26.04. gedulden. Nach ca. 40 Arbeitsstunden war es dann endlich soweit! Am Freitag Nachmittag wurde der „Choli“ gewassert und er scheint sich in seinem Elemet nach soviel „Wellness“, wohl zu fühlen.

Er wartet an seinem Liegeplatz auf den ersten Einsatz. Vielleicht beim Ansegeln?

April 2019

Rainer Wölm
Motorbootverantwortlicher