Eurochallenge Warnemünde
Vom 6.-8. Juli fand die zweite Eurochallenge 2026 der O’pen Skiff Klasse im Rahmen der Warnemünder Woche statt. Aufgrund der Windprognose war klar, dass es höchstens einzelne Zeitfenster mit segelbarem Wind geben wird. Am Samstag hatten wir Glück: der Wind flaute gemeinsam mit der Sonne kurz in den segelbaren Bereich ab, sodass Maximilian (der einzige Schweizer Teilnehmer) zusammen mit dem deutschen Team ein paar Stunden trainieren konnte.
Am Sonntag haben wir begriffen, wieso alle die Räder von den Rollis abmontiert hatten. Der Wind war so stark, dass wir die Boote an Land gut festmachen mussten. An ein Training war nicht zu denken.
Am Montag konnten bei kräftigem Wind die ersten beiden Läufe gesegelt werden. Nach einem verpatzten Start im ersten Lauf lag Maximilian im zweiten zwischenzeitlich an der Spitze des Feldes, verlor aber durch zwei Strafdrehungen auf Vorwind und an der Luvtonne ein paar Plätze. Da die Wettfahrtleitung die Bojen und das Startboot aufgrund des stärker werdenden Windes und der hohen Wellen kaum noch verankern konnten, blieb es bei diesen zwei Läufen, bevor der Wind auf Sturmstärke zunahm und sich die Sicht durch den einsetzenden Regen massiv verschlechterte.
Am Dienstag gab die Wettfahrtleitung zum Erstaunen vieler das Signal zum Auslaufen, nahm es jedoch sofort zurück, als die ersten Boote die Hafeneinfahrt passiert hatten. Der Wind war eindeutig zu stark, mit angekündigten Böenspitzen bis zu 80 km/h.
Auch am Mittwoch war der Wind mit durchschnittlich 40 km/h mit Böenspitzen von 50 km/h wieder sehr stark, mit sehr hohen und steilen Wellen, aber konstant und berechenbar. Es konnten bei grenzwertigen Bedingungen vier Läufe gesegelt werden. Das Niveau war sehr hoch und es wurde um jeden Platz gekämpft, als wäre das Segeln unter solchen extremen Bedingungen die normalste Sache der Welt. Maximilian (14) konnte an seine gute Leistung vom zweiten Lauf anknüpfen und beendete die Regatta bei den U17 auf dem sehr guten 9. Platz. An der Preisverleihung waren die Strapazen des Tages deutlich in den Gesichtern der Kinder abzulesen, begleitet von einem stolzen Glänzen in den Augen, vier Läufe unter solch extremen Bedingungen gemeistert zu haben.
Beim Material hatten wir Glück und konnten alles noch kurz vor dem Bruch austauschen. Andere hatten weniger Glück und können nun ihre Tomaten im Garten an edlen Karbonstangen hochbinden.
Rangliste U17 (46 Teilnehmer aus 6 Nationen):
1. Pawel Sitko, POL
2. Rehaan Dar, IND
3. Zahaan Hemrajani, USA
9. Maximilian Magenau, YCZ
Fotos: Dirk Wüstner (DW), Pepe Hartmann (PH)