Yacht Club Zug

Swiss Sailing Super League – Final Act Thun 29.9. bis 1.10.17


Die Ausgangslage vor dem letzten Act der Swiss Sailing Super League war für den Yacht Club Zug alles andere als komfortabel. Zwar lagen wir im Zwischenklassement an achter Stelle über dem Strich, jedoch waren die Punkteabstände so knapp, dass jeder Club ab dem siebten Zwischenrang mit einem Abstieg rechnen musste. Zudem war die Meldeliste mit vielen grossen Namen des Schweizer Segelsports bestückt. So zum Beispiel der Thunersee Yachtclub mit Melges - Weltmeister und Profisegler Chris Rast am Steuer, die Seglervereinigung Kreuzlingen mit Olympiateilnehmer Tom Rüegge, und der Zürcher Yacht Club Match Racer Marcel Walser, der Regatta Club Oberhofen mit Stefan Seger usw., um nur einige Namen zu nennen. 

Mit beachtlichem Trainingsaufwand haben wir uns auf die Aufgabe des Ligaerhalts vorbereitet und sind am Freitag mit einer leichten Nervosität aber guten Mutes nach Thun gereist. 

Während des Practice Slots am Freitagmorgen blies ein fantastischer „Ober“, für den der Thunersee weitherum gerühmt wird, und alle freuten sich auf spannende Rennen. Pünktlich zum Skippermeeting flaute der Wind aber zunehmend ab, sodass am Nachmittag nur noch sechs Läufe mit sehr schwachem Wind aus verschiedenen Richtungen gesegelt werden konnte. Wir kamen mit den schwierigen Windbedingungen mässig zurecht, konnten uns aber mit jedem Rennen (6, 4 und 3) steigern. So sahen wir zuversichtlich dem zweiten Regattatag entgegen.

Dieser begann am Samstagmorgen früh um acht Uhr, zuerst mit langem Warten auf den Wind, welcher sich nicht recht zu etablieren vermochte. Erst mit dem langsam aufkommenden Wetterwechsel am Nachmittag konnte sich etwas Wind durchsetzen. Mit einem fünften Platz in unserem vierten Rennen und einem Frühstart im fünften Lauf gelang der Auftakt dieses Tages nicht wie gewünscht. Nach einer weiteren längeren Pause mit erneutem Warten auf Wind, konnten wir erstmals mit etwas vernünftigem Druck in den Segeln zu unserem sechsten Lauf starten und diesen auch gewinnen. Gleich anschliessend erfolgte der Start zum siebten Lauf, den wir nochmals auf dem ersten Platz beenden konnten. Also erneut gute Voraussetzungen für den letzten Regattatag. Erschwerend waren nur die ebenfalls guten Leistungen unserer engsten Konkurrenten, dem Zürcher Yacht Club und Bordée de Tribord aus La Neuveville.

Der Sonntag begann dann wieder mit dem gewohnten Bild. Zuerst warten auf Wind, bis sich am Nachmittag ein löchriger, drehender aber akzeptabler Westwind einstellte. Unser achtes Rennen starten wir gut, bis wir an der Luvtonne an zweiter Stelle liegend einen völlig unberechtigten Penalty kassierten, den wir dann unter Gennaker ausführen mussten. Dieses Rennen war für uns gelaufen und somit auch die Aussicht auf den Ligaerhalt nur noch ganz klein. Der Rest des Tages ist schnell erzählt. Rang fünf und vier in den beiden noch folgenden Rennen, der Penalty hatte etwas an unserem Selbstvertrauen gezerrt.

Unsere direkten Abstiegsgegner ZYC und BT segelten weiterhin gut. Für den TYC hatte sich Chris Rast natürlich nicht zweimal bitten lassen und den Act als Sieger beendet. Wir steigen deshalb zusammen mit der Société Nautique Rolloise und dem Zürcher Segelclub in die Challenge League ab.

Natürlich schmerzt ein solcher Misserfolg, aber trotz des Abstiegs ist zumindest der Schreibende der Ansicht, dass es sich für den Yacht Club Zug geloht hat und auch weiterhin lohnen wird, an der SSL teilzunehmen. Wir werden im Team in den nächsten Tagen diskutieren, wie die ebenso grosse Herausforderung des Wiederaufstiegs angepackt werden soll. Wir danken an dieser Stelle jedenfalls allen, welche uns finanziell, moralisch oder anderweitig unterstützt haben. Wir zählen weiter auf euch, so einfach geben wir uns nicht geschlagen!

Für das Team Yacht Club Zug am Act 5 in Thun!

Urs Oldani 

Mit Silvan Bohren, Paco Weiss und Gilles Burst